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Evangelischer Hilfsverein e.V.
Vorsitzender: Dietrich Bartels
Geschäftsstelle: Van-Gogh-Weg 10, 30177 Hannover, Tel. 0511-695061

A.-Birk-Fonds
Darlehensfonds für Aus- und Weiterbildung im Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienst e.V.
Geschäftsführer: Jörg Fahrbach, Neue Kempener Str. 271, 50739 Köln,
Tel. 0221-748877, eMail: hujfahrbach(at)arcor.de.

Der A.-Birk-Fonds für Aus- und Weiterbildung: Echte Hilfe für Studenten
Eigentlich ist es erstaunlich, dass eine Institution wie der A.-Birk-Fonds in Zeiten von Studiengebühren und allgemein schwieriger wirtschaftlicher Lage nicht überall bekannt ist. Weder bei den Spendern noch bei den Auszubildenden und Studenten, für die der Aus- und Weiterbildungsfonds im Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienst e.V. einmal gegründet wurde. Das war vor bereits mehr als 52 Jahren – und sein Angebot ist gerade heute besonders attraktiv: zinslose Darlehen.
Im Juni 1956 trafen sich H. Kraus, A. v. Rummel, W. Girgensohn, B. v. Bremen, F. Busch und A. Birk und beschlossen die Errichtung eines Ausbildungsfonds. Bundesweit sollten 50.000 DM aus Spenden gesammelt werden. Der Fonds selbst sollte unter dem Dach des damaligen Hilfskomitees,  Vorgängerorganisation des Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienstes, arbeiten. So konnten den Spendern steuerbegünstigende Quittungen ausgestellt werden. Das Ziel war von Anfang an, von der jungen Generation eben nicht nur Bildung, Verantwortungsbewusstsein und -freude zu verlangen, sondern den jungen Menschen die Möglichkeit zu schaffen, diese Fähigkeiten zu erwerben.
Zunächst blieb die Arbeit des A.-Birk-Fonds, für den bis 1957 bereits 6.500 DM eingegangen waren, auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen beschränkt. Parallel gründeten andere deutsch-baltische Organisationen in den Bundesländern (z.B. Bayern und Niedersachsen) eigene Jugendförderungsfonds. Er erhielt eine Satzung, wie sich das gehörte, wenn man öffentliche Gelder verwaltete, sowie ein Kuratorium aus acht Mitgliedern: Hilfskomitee, Landsmannschaft in NRW, je ein Vertreter der Baltischen Ritterschaften, der akademischen Berufe, anderer Berufe sowie der Jugend selbst. Drei kleinere Fonds (Hamburg, Berlin-Brandenburg und der Masing-Fonds) sind inzwischen im Birk-Fonds aufgegangen.
Im Laufe der Zeit wuchsen die Mittel und damit auch seine Möglichkeiten, über NRW hinaus aktiv zu werden. Das Kuratorium des A.-Birk-Fonds nimmt Anträge von „bedürftigen Deutsch-Balten und deren Angehörigen zum Zweck ihrer Berufsausbildung, -weiterbildung und -förderung“ entgegen. Voraussetzung ist die deutsche Staatsangehörigkeit.
Darüber hinaus können aber auch Esten, Letten oder Litauer gefördert werden, sofern ihre Ausbildung in Deutschland stattfindet, sie sich mit der Erforschung bzw. Förderung deutsch-baltischen Kulturgutes oder mit den Beziehungen zwischen den baltischen Staaten und Deutschland befassen. Treffen diese letzten beiden Bedingungen auf Deutsche ohne baltische Herkunft zu, können inzwischen auch sie gefördert werden.
Über die Jahre hinweg hat der Fonds rund 270 Anträge bearbeitet, nahezu 200 verschiedene Personen erhielten ein zinsloses Darlehen. Ihre Höhe erreicht bisher insgesamt etwa 300.000 Euro - eine gute Bilanz. Auch die Anfragen nach Darlehen blieben konstant.
Nur die Spenden, nach wie vor wichtigste Einnahmequelle, waren in den letzten Jahren stark rückläufig. Der Fonds verfügt zwar inzwischen über ein Vermögen von rund 111.000 Euro, von denen zur Zeit knapp zwei Drittel als Darlehen vergeben sind. Einzel-Spenden, auch von Firmen und Institutionen oder Erbschaften sind deshalb sehr willkommen. Denn gerade sie erlauben es, mehr und gezielter zu helfen und diese Hilfe auch offen anzubieten. Genau das war es, was die Gründer des Fonds im Sinn hatten. "Wer Beihilfen erbittet, sollte dieses aber erst tun, wenn klar ist, dass die Ausbildung auch wirklich abgegeschlossen wird. Denn ein ganzes Studium können wir nicht finanzieren," betont Jörg Fahrbach, Geschäftsführer des A. Birk-Fonds.
FA
PS: „Echte Hilfe”
Der A-Birk-Fonds nimmt seit seiner Gründung 1956 Anträge entgegen. Seit 2003 können unter bestimmten Bedingungen Esten, Letten und Litauer und Deutsche ohne baltischen Hintergrund gefördert werden. Die Anfragen nach Darlehen sind zwar zurückgegangen, doch lagen die Beträge, um die wir gebeten wurden, z.T. bei bis zu 10 Prozent des Kapitals, waren also viel höher als früher. Ein ganzes Studium können wir aber nicht finanzieren. Und natürlich fördern wir nicht nur Studentinnen und Studenten. Wenn die Satzungskriterienerfüllt sind, kann der Fonds jede Art der Aus- und Weiterbildung unterstützen.
Jörg A. Fahrbach, Geschäftsführer des A-Birk-Fonds für Aus- und Weiterbildung, Köln